"Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher." (Albert Einstein)

Hier schreibt ein angry-nicht-mehr-ganz-so-young-man
(mehr unter "ICH")

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Hach, immer wieder schön zu sehen, was passiert, wenn man irgendwelchen Kleingeistern ein klitzekleines bißchen Macht gibt. Schon zeigen sie ihre finstersten Abgründe und outen sich als verhindertes Diktatorchen.

So können zum Beispiel viele mit der Funktion eines Moderators oder gar Administrators nicht verantwortungsbewußt umgehen. Statt selbst getroffene Maßnahmen zu erklären, so das sich jeder eine Meinung bilden kann, wird gelöscht und gesperrt was das Zeug hält! Vor allen natürlich dann, wenn man weder intellektuell noch auch nur rhetorisch in der Lage ist, dem Gegenüber, welches einen auf einen Fehler aufmerksam gemacht hat oder auch nur eine Frage stellt, auf Augenhöhe zu begegnen.

Bitte bitte lieber Gott, schenke solchen Leuten nie echte Macht sondern laß sie lieber weiter in ihren Foren spielen.

Ach so, es geht um Travelamiga bei Travelamigos.de. Ein eigentlich ganz nettes und auch hilfreiches Forum, wenn auch sehr pauschalreiselastig.

Nur leider werden Links von der Moderatorin nicht wegen Rechtsverstößen oder Ähnlichem gelöscht, sondern weil sie “entbehrlich sind”. Na dann gute Nacht Sprache und Kommunikation!

Frühling bitte, jetzt!

Frühling bitte, jetzt!

Nachdem ich gerade unverlangte Werbung von barclaycard erhalten habe und dort als “Verantwortliche Stelle i. S. d. Bundesdatenschutzgesetzes: Pearl. GmbH, 79426 Buggingen” lesen durfte, habe ich mir mal deren Datenschutzerklärung angesehen. Eine Frechheit! Paßt aber in das Bild, daß ich von dem Unternehmen habe! Man verkauft also die Daten der eigenen Kunden!

PEARL und barclaycard sind damit auf meiner lebenslangen Blacklist.

She’s Alive

gefunden bei SODAFILM

Gestern Abend in der Kulturbrauerei: Marius Müller-Westernhagen in alter Form! Tolles Konzert mit vielen alten Hits (Wieder hier, Sexy, Freiheit, TAXIMANN!, Johnny Walker, …). Danke Dani! ;-)

Wieder hier

Ich hab Dich wirklich lieb
wenn es so etwas gibt
ich hab Dich wirklich lieb
in meinen Träumen

Ich find Dich wunderschön
zu schön um zu versteh’n
dass alles mal vergeht
in meinen Träumen

Ich bin wieder hier
in meinem Revier
war nie wirklich weg
hab mich nur versteckt
ich rieche den Dreck
ich atme tief ein
und dann bin ich mir sicher
wieder zuhause zu sein

Ich hab Dich wirklich lieb
auch wenn ich Dir nie schrieb
und Dich verleumdet hab
in meinen Träumen

Wenn Du vergessen kannst
alles vergessen kannst
dann schenk mir diesen Tanz
ich will nichts versäumen

Ich bin wieder hier
in meinem Revier
war nie wirklich weg
hab mich nur versteckt
ich rieche den Dreck
ich atme tief ein
und dann bin ich mir sicher
wieder zu hause zu sein

Ich bin wieder da
noch immer ein Star
noch immer ein Held
für kein Geld der Welt
war nie wirklich weg
hab mich nur versteckt
und eines ist sicher
ich geh nie wieder weg

Ich bin wieder hier
in meinem Revier
war nie wirklich weg
hab mich nur versteckt
ich rieche den Dreck
ich atme tief ein
und dann bin ich mir sicher
wieder zuhause zu sein

Text

Der italienische Lebensmittelkonzern Ferrero hat ein neues Ei ausgesch… äh gelegt:

Kinderüberraschung nur für Mädchen!

Was mich daran stört? Nun, erstens frage ich mich natürlich, wo bleiben die Jungs? Gibt es in Zukunft auch ein Überraschungsei für Jungs? Und ein neutrales? Und eins für Erwachsene? Nach sexueller Orientierung vielleicht? Natürlich nicht. Man springt nur auf den GirlsDay-, Mädchencafe-, Jopp-, whatever-Zug auf, der eigentlich schon lange abgefahren ist. Beziehungsweise für Vernunftbegabte nie relevant war. Jungs werden also mal wieder vernachlässigt. Dabei fühlt man sich wahrscheinlich extrem modern, aufgeklärt und politisch korrekt. Der Mainstream tickt ja so …

Warum muß man Kindern überhaupt mit Süßigkeiten eine Geschlechtertrennung suggerieren, die ihnen im vorpubertären Alter wahrscheinlich meist herzlich egal ist?

Was haben nun die Mädchen davon? Vor allem viel Rosa, Glitzer usw. Das regt nun aber wieder (mit Recht) EMMA und Konsorten auf. Werden doch Mädchen mit diesem Quatsch schön in eine Schublade gesteckt.

Was will man also? Mit überholten Rollenbildern auf der Feminismuswelle reiten? Super Idee! Das ging dann wohl voll nach hinten los! Und es gibt nur Verlierer: Jungs, die sich ausgeschlossen und benachteiligt fühlen und Mädchen, denen blöde Klischees aufgedrückt werden. Und einen Konzern, dessen Produkte (also alles, wo kinder oder Ferrero draufsteht) zumindest ich in Zukunft boykottieren werde!

"Weil die Klügeren ständig nachgeben regieren die Dummen diese Welt!"

- von Unbekannt

Ohne Worte

Ohne Worte

(via ko-bold-deactivated20120707)

Quelle: 4t8i9ger

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Herzlich Willkommen im Möbelmarkt: Wo Wohnen (nicht wirklich) wenig kostet - und der Service schlimmer ist als im Osten …


Neue Wohnung, neues Glück: So ein Umzug bietet ja unter anderem die Möglichkeit, sich mal neu einzurichten, frischen Wind in die eigenen vier Wände zu bringen, alles neu und schön zu machen. Da sich die Auswahl beim Schweden mit den vier Buchstaben zur Zeit auf den unseligen “Chabby Chic” zu beschränken scheint, mit dem nicht jeder was anfangen kann und welches außerdem in jedem zweiten deutschen Wohnzimmer mehr dahinchabby’t als -chic’t, gehen wir doch mal zu H…… Das ist doch was Solides!

Die Ernüchterung folgt beim ersten Rundgang: Zwar scheint da irgendwie gerade Ausverkauf zu sein. Jedenfalls sind fast alle Preise reduziert. Allerdings von irgendwelchen “Listenpreisen” (wohl eher Mondpreisen), die wahrscheinlich nie verlangt wurden und wohl auch keiner bezahlen würde. (Wo sind da eigentlich die Verbraucherzentralen und Wettbewerbshüter?) Eins ist jedenfalls schnell klar: wenig kosten tut da nix!

Aber was soll’s, jetzt lassen wir mal alle Fünfe gerade sein und leisten uns was! Nach langem Suchen haben wir einen Esstisch mit 6 Stühlen, ein Sideboard, eine Schrankkombination und eine “Polsterlandschaft” ausgewählt. Preis insgesamt mehrere Tausend Euro! Wohlgemerkt, alles schon “reduziert”.

Für die letzten kleinen Fragen, vor allem aber für den eigentlichen Kauf suchen wir jetzt einen Verkäufer. Rumstehen tut keiner, angesprochen wurden wir auch nicht, also hin zu der Gruppe von ca. 8 Schreibtischen, wo sich die Herren und Damen wohl hauptsächlich aufhalten. Leider sind nur zwei der Tische mit Personal besetzt. An einem lassen sich gerade andere Kunden beraten, am Zweiten wird telefoniert. Also warten wir das Telefonat ab, gehen dann zu dem Herrn hin und sagen ihm, daß wir noch etwas Beratungsbedarf hätten und dann gerne Möbel kaufen würden. Der völlig genervte Mittfünfziger schießt uns zwei Halbsätze um die Ohren mit dem Inhalt, daß er keine Zeit hätte. Als ich ihn darauf hinweise, daß kein anderer Verkäufer zu sehen wäre und wir gerne etwas kaufen würden, faselt er was von “so viele Kunden … den ganzen Tag telefonieren … keine Zeit … so ein Streß … dauernd Kunden!”. Als ich ihm leicht genervt und etwas sarkastisch mein Mitleid dafür ausspreche, das er so von kaufwilligen Kunden genervt werde, sagt er zu, gleich jemanden zu schicken.

Der kommt dann auch. Und fragt mich erstmal, warum ich seinen Kollegen so anspreche. Daraufhin erkläre ich ihm mein Unverständnis darüber, daß ich hier gerade Möbel für mehrere Tausend Euro kaufen möchte und es nicht kann. Dabei lasse ich durchblicken, daß ich das für eine Zumutung halte und eigentlich eine andere Behandlung erwarten würde. Und das ich es merkwürdig finde, wenn sich sein Kollege mehr oder wenig eindeutig über die nervenden Kunden beschwert. Das versteht er nicht. Na ja …

Schlußendlich führt er uns zu einer freundlichen Verkäuferin, die sich unser annimmt, alles aufnimmt, Kaufverträge druckt, uns darauf hinweist, daß wir wegen der Couch nochmal in die andere Abteilung müßten, um einen Rabatt bekommen zu können usw. Die nächste Ernüchterung kommt mit der Antwort auf die Frage, wann denn die neuen Möbel geliefert werden. Eine Hälfte in ca. 4, der Rest in ca. 8 Wochen! Wow, reife Leistung! Wenn’s nicht gerade ein Mercedes sein soll, bekommt man heutzutage seinen Neuwagen schneller geliefert! Also warten …

Ca. 4 Wochen später: Auf Nachfrage kommt die Lieferinfo für den ersten Teil: am soundsovielten zwischen 10 und 16 Uhr. “Kann man das vielleicht etwas eingrenzen?” “Nein!” “Das ist aber schlecht, dann muß ich mir ja den ganzen (Arbeits-) Tag freihalten!” “Na gut, ich gebe Ihnen die Handynummer der Fahrer, da können Sie dann ab 7 Uhr anrufen und fragen, wann die ungefähr bei Ihnen sind. Aber eigentlich darf ich das nicht!”. Na gut, so muß ich mir zwar auch den ganzen Tag freihalten, kann aber wenigstens zwischendurch mal weg, um etwas zu erledigen.

Das klappt dann auch, die Eßgruppe kommt und wird montiert, wird von mir aber nicht abgenommen wegen mehrerer Oberflächenfehler, Bohrlöchern, wo sie nicht hingehören, schlecht ausgebesserten Löchern usw. Es wird vereinbart, daß ein Kundendienstmitarbeiter kommt, den Schaden begutachtet, wo möglich behebt und das weitere Vorgehen mit uns abstimmt. Also noch einen Tag frei nehmen … Der kommt dann auch, behebt einige Fehler und für den Rest einigen wir uns auf einen Nachlaß von 100 €. So weit so gut, es ist nicht ganz so schön, wie das Ausstellungsstück, aber wir werden lernen, damit zu leben. Nochmal neu kaufen und nochmal wochenlang warten, ist ja keine Alternative. Und ein Austausch bringt nach Aussage des Technikers auch nichts, weil die “wahrscheinlich alle so aussehen”.

Bleibt noch der zweite Teil: Der avisierte Liefertermin ist inzwischen da, gemeldet hat sich noch niemand, also anrufen. Nach ca. 30 min Warteschleife (!) wird mir mitgeteilt, daß die Möbel jetzt eingetroffen wären und ich für einen Liefertermin zurückgerufen würde. Das passiert auch, eine kurze Nachricht mit Rückrufbitte auf der Mailbox beweist es. Also wieder Hotline! Diesmal gleich 45 min Wartezeit! Das geht auch nur mit Flatrate, die Dreiviertelstunde hätte ich trotzdem sicher sinnvoller verbringen können. Mein Hinweis darauf wird damit beantwortet, daß ja “so viele Kunden anrufen würden” und sie “so viel zu tun” hätten. Das man bei diesem Unternehmen offensichtlich dauergenervt von den eigenen Kunden ist, irritiert schon ganz schön.

Das Terminvereinbarungsspiel geht also von vorn los, 10 bis 16 Uhr, Handynummer, die “ich ja eigentlich nicht rausgeben darf”, bla bla bla. Also wieder einen Tag frei nehmen und warten …

Was bei der nächsten Lieferung heruaskommt, folgt in Teil 2, coming soon … Liefertermin nochmal um knapp 2 Wochen verschoben!

Eines ist aber jetzt schon klar: Nie wieder dieses Möbelhaus! Da bin ich konsequent, sowas merke ich mir bis ans Lebensende!

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Langsam geht mir das Stammtischgefasel echt richtig auf den Keks:

“Die bösen Griechen”, “die Griechen haben betrogen”, “Volk von Schummlern”, “jetzt kriegen sie, was sie verdienen”, …

Hallo?!? Welcher normale Grieche (ich rede nicht von Politikern, Milliardären und Spekulanten) hat denn die EU betrogen? Und welcher dieser normalen Griechen profitiert denn von den jetzt verabschiedeten “Rettungspaketen”?

Fakt ist doch: Die EU, unter maßgeblicher Beteiligung von Deutschland, hat Griechenland damals in den Euro geholt. Wenn dabei griechische Zahlen geschönt waren, gibt es zwei Möglichkeiten: Erste (etwas naive) Möglichkeit: Die EU und Deutschland haben das nicht gemerkt. Zweite Möglichkeit: Sie wußten genau bescheid und dachten, das wird schon gut gehen. Immerhin winkte ja ein toller Markt, auf dem man satte Gewinne machen kann …

Und das machten sie dann auch: Deutsche Unternehmen verkauften jahrelang fleißig nach Griechenland und machten damit Gewinn. Auch Griechenland trug seinen Teil dazu bei, daß Deutschland Exportweltmeister wurde. Bezahlt haben die Griechen meist auf Kredit. Und wo hatten sie den oft genug her: von deutschen und anderen europäischen Banken! Die jahrelang sehr gut an den Zinsen verdient haben.

Wen retten wir also mit den “Rettungspaketen”? Die Banken, nicht die Griechen! Mit dem Geld wird in Griechenland keine Straße geflickt, kein Krankenhaus saniert, kein Schulkind bekommt Essen (die fallen inzwischen vor Schwäche schon um) und keiner der inzwischen über 1 Million Arbeitslosen (Quote ca. 21%, Steigerung 2010 > 2011um 44%!) bekommt davon auch nur einen Cent!

Und wer ist schuld an dem Desaster? Politiker und Banker. Die einen suchen jetzt einen Sündenbock. Und die anderen einen, der ihre von Anfang an auf tönernen Füßen stehenden Kredite absichert. Für das erste hat man die Griechen auserkoren. Für das zweite den deutschen Steuerzahler.

Also regt Euch auf, protestiert, wählt, empört Euch … Aber erkennt den wahren Gegner!

Und geht mal wieder lecker griechisch essen und unterhaltet Euch mit Griechen …

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Als ich noch klein war, hatte ich Legosteine. Es gab Zweier, Vierer, Sechser, Achter usw. Viele davon waren gebraucht. Mit diesen Steinen habe ich gebaut. Je nachdem, was gerade meine Phantasie beschäftigte waren es Schiffe, Burgen, Raumschiffe, Türme, Brücken, Häuser … Manchmal wußte ich beim anfangen noch nicht einmal, was daraus werden soll. Manchmal wurde aus einem umgekippten Turm auf einmal ein Raumschiff! Wuuuusch! Damit konnte ich mich als Kind stundenlang beschäftigen. Es hat meine Phantasie beflügelt und meine kindliche Kreativität gefördert.

Was ist LEGO heute? Fast nur noch fertige Sets mit einer Menge an bedruckten und vorgeformten Spezialteilen. Star Wars, Harry Potter, Pirates of the caribbean, … Also alles das, was die lieben Kleinen schon von ihrem Parkplatz vor der Glotze kennen. Ob das noch genauso die Kreativität fördert, wage ich mal zu bezweifeln. Aber ich will ja nicht in den “Früher war alles besser”-Psalm einstimmen.

Was mich aber wirklich erschreckt, ärgert und aufregt sind Sachen wie der LEGO-Überwachungs- und Abhörtruck und der LEGO-Gefangenentransporter! Wird da doch kleinen Kindern die Selbstverständlichkeit von Überwachung dargebracht und gleich klargemacht, wo sie landen, wenn sie von der Norm abweichen. Indoktrination im Kinderzimmer? Wer hat denn da die Agenda geschrieben?

Abscheulich!

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Eigentlich halte ich mich ja für einigermaßen intelligent. Trotzdem siegt auch bei mir mal die Gier und einem Schnäppchen bin ich im Allgemeinen nicht abgeneigt. Deshalb heute mal etwas zum Thema Verbraucher und Service, nämlich meine Erfahrungen mit Groupon.

Wer das Unternehmen nicht kennt: Jeden Tag werden auf deren Internetseite mehrere “Deals”, also besonders tolle Schnäppchenangebote aufgelistet, die man auch nur an diesem einen Tag bestellen kann. Dafür werden bevorzugt kleine und mittelständische Unternehmen geworben, die dann Angebote erstellen. Die Unternehmen versprechen sich günstige Werbung und hohe Aufmerksamkeit (und bekommen diese auch), Groupon kassiert dafür Provision.

Das Hauptproblem scheint zu sein, daß den Unternehmen vorher nicht mitgeteilt wird, mit welchem großen Ansturm sie wegen der Reichweite der Groupon-Seite rechnen müssen. Natürlich könnte man sich als Unternehmer auch vorher etwas intensiver damit beschäftigen. Wenn Unternehmen mit 3 Mitarbeitern in der Bestellannahme innerhalb von ein paar Tagen mit tausenden von Bestellungen konfrontiert werden oder ein Massagestudio mit 2 Mitarbeitern auf einmal für 500 Kunden Termine machen soll, geht das natürlich nach hinten los! Mit negativen Folgen für die Kunden aber auch für die beteiligten Unternehmen! Welcher Neukunde kommt schon wieder, wenn er wochen- oder monatelang vertröstet wurde, keine Ware erhält oder als Kunde zweiter Klasse behandelt wird?

Hier also meine Erfahrungen aus mehreren Monaten Groupon in Stichworten:

  1. 2 Brunch-Gutscheine für den Mexikaner um die Ecke geschenkt bekommen. Jeweils 32 € für einen Brunch für 2 ohne Getränke! Macht also satte 16 € pro Nase! Ausgiebig brunchen mit Riesenbuffet kann ich in Berlin an jeder Ecke für ca. 7 - 10 €! Hat sich aber erledigt, denn entgegen der Aussage in den FAQ “Meistens sind unsere Gutscheine 6 Monate oder länger gültig.” nur 3 Monate gültig und damit auch noch verpaßt!

  2. Tandemsprung für 44 € bei GoJump! Da greift jeder zu, der weiß, was sowas kostet. Trotz nochmal drüber lesen ist weder mir noch allen anderen Leuten aufgefallen, daß es sich nur um einen Wertgutschein von 100 € handelt, man also ca. 90 € draufzahlen muß. Daß das vielen so ging, kann man schon an der Tatsache ersehen, daß nach der Online-Terminreservierung jemand von der Firma GoJump anrief und fragte, ob wir uns im Klaren wären, daß man 90 € zuzahlen muß. Waren wir nicht, also Absage und Erstattung. Leider hatte ich mehrere Freunde auch dazu motiviert. Also große Enttäuschung nach langer Vorfreude und ich stehe blöd da!

  3. Massage bei Dexlay-Massagen: Gutschein bestellt und wegen Termin angerufen. Geht leider nicht, sie müssen erst mal umziehen, weil sie sich wegen dem großen Andrang vergrößern müssen. Bitte in 1,5 Monaten nochmal melden. Also zähneknirschend anderthalb Monate gewartet, wohl wissend, daß das neue Studio nicht mehr um die Ecke sondern eine halbe Stunde Fahrtzeit entfernt ist. Mehrere telefonische Versuche einer Terminvereinbarung. Nachdem ich irgendwann ‘nen Kerl dran hatte de meinte, er stehe gerade im Supermarkt an der Kasse und ich möchte bitte später noch mal anrufen (was dann das zigste mal gewesen wäre), endgültige Absage von meiner Seite wegen völlig unseriösem Eindruck. Viel Ärger, Telefoniererei, Warterei, Vorfreude, Zeitverschwendung - für nix! Aber von Groupon erstattet.

  4. 2 Stunden “professionelle Glas- & Fensterreinigung” vom Weinreich Haus-Service: Am 15.7. gekauft, am selben Tag per Mail 6 Terminvorschläge im Juli und August gemacht. In der Antwort hieß es, vor dem 15.9. keine Termine. Und das die Rahmen nicht mit gereinigt würden. Laut Homepage vom Weinreich Hausservice (inzwischen geändert, die Screenshots hab ich aber noch) beinhaltet die “professionelle Glas- und Fensterreinigung” aber auch Rahmen und Falze usw. Nach meinem Hinweis wurde mir gönnerhaft mitgeteilt, daß man “ausnahmsweise” bei mir die Rahmen mit reinigt. Am dann vereinbarten Termin extra früh aufgestanden, alle Fensterbänke freigeräumt und alles weggerückt, was stören könnte und gewartet. 30 min nach dem vereinbarten Termin eine lapidare Mail vom Weinreich Hausservice, daß man den Termin leider aus betrieblichen Gründen nicht wahrnehmen könne. Aber in 4 Tagen könne man kommen. Hallo, hakt’s noch?!? Dann nehme ich wieder die Vorhänge ab und räume alles weg? Also heute Fenster putzen (hab ja sonst nix zu tun!) und wieder mal ein Griff in die …! Wird von Groupon erstattet.

  5. 1 h Thai-Massage bei Sila Thai Massage für 22 €: Aus Erfahrung wird man klug! Und macht den Termin schon VOR Kauf des Deals. Mit Hinweis auf Groupon. Also pünktlich zum angegebenen Termin nach 30-minütiger Fahrt beim Massagestudio vorgesprochen: “Groupon wir nix einlösen, hat Kollegin wohl falsch gemacht. Nix Groupon, Rechtsanwalt, gucke hier!” Mit diesen Worten zeigte sie mir eine Kopie eines anwaltlichen Schreibens an Groupon, in dem jede Zusammenarbeit aufgekündigt wird und Groupon untersagt wird, Gutscheine für dieses Studio zu verkaufen. Der Streit, den die haben, geht mir am Ar… vorbei. Fazit: Eine Stunde Fahrtzeit, Benzin- und Telefonkosten, Vorfreude, Enttäuschung. Groupon erstattet.

  6. Frühstücks-Lieferservice von der Partyeule: Wartezeit auf einen Termin wegen der Überlastung durch Groupon. Dann aber pünktlich erschienen, Frühstück wie beschrieben, die Baguettes hätten etwas frischer sein können, sonst okay. Ups, ein Deal, der funktioniert hat!

  7. 4h Sauna inkl. 20 min Massage in der Sauna Schmidtke: Leider wieder nur 3 Monate gültig entgegen “Meistens sind unsere Gutscheine 6 Monate oder länger gültig.”. Rechtzeitig keinen passenden Termin gefunden. Abgelaufen.

  8. Autowäsche bei CleanCar: Vor Kauf des Deals angerufen und gefragt, ob ein Bulli auch reinpaßt. “Klar, ist kein Problem!”. Also Deal gekauft und eines Morgens zu einer der angegebenen Filialen gefahren: “Busse und Vans passen bei uns nicht rein!”. Der Gutschein ist noch gültig, wenn ich mal dazu komme, versuche ich es bei einer anderen Filiale. Bis jetzt: Zeit-, Benzin- und Telefonkostenverschwendung, Geld erst mal weg, Ausgang ungewiß … UPDATE: Bei der nächsten Filiale auch Fehlanzeige! Nach Aussage eines Mitarbeiters vor Ort gibt es nur eine einzige Filiale, wo auch Busse reinpassen. Immerhin hat er mir dann den Gutschein für ‘nen Zehner abgekauft. Gutscheinwert: angeblich 19,90 €. Mein Zahlbetrag: 9,95 €. Plus Fahrerei und Nerverei …

  9. Reifenservice bei AH Koch: Vorher angerufen und einen Termin vereinbart, dann den Gutschein gekauft. Termin war noch nicht, deshalb erst mal alles offen. Aber ich ahne schon böse Überraschungen. UPDATE: Der erste Wechsel lief problemlos, wenn es auch sehr lange gedauert hat, fast 2 Stunden. Aber da waren Azubis am Werk. Und es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Jetzt wollte ich einen Termin für den Rückwechsel machen. Hab am 4.4. angerufen und dachte so an die Woche vom 9.-13.4. Erster freier Termin am 24.4.! Na ja … Letztes Update und Fazit: Trotz meiner 45-minütigen Verspätung (hatte angerufen) schnell und perfekt getauscht. Sehr freundlich. Also alles gut mit diesem Deal.

  10. Trekstor DataStation maxi xpress für 88 statt 169,99 €: Bei günstiger.de inzwischen für 94,95 € inkl. Versand zu bekommen, also nix mit “Rabatt von 48%”. Selber schuld, der Preis ist trotzdem noch in Ordnung, Lieferzeit gerade so im Rahmen.


Um geplatzte Deals zu klären habe ich natürlich bei Groupon auch in der Warteschleife gehangen (14 Ct./min) und viel Zeit für Mails aufwenden müssen.

Fazit: Außer Spesen (fast) nix gewesen! Die verfallenen Gutscheine (ja, ich weiß, da bin ich Mitschuld!) mitgerechnet, dürfte ich wohl im Minus sein.

Jetzt soll sich jeder selbst ein Bild machen. Ich bin jedenfalls endgültig raus …

Weitere Erfahrungsberichte von hunderten von Kunden findet man u. a. hier:

http://www.tagesangebote.de/groupon-citydeal.html

UPDATE: Fazit nach wie vor: Nie wieder Groupon!

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Bildquelle: stern.de

Im Handelsblatt vom 15.8.2011 schreibt Wolfgang Streeck zur Gewalt in England. Und analysiert dabei treffend die Ursachen: “… Parallelgesellschaften, Jugendbanden, Jugendkriminalität, Drogenhandel, überforderte Polizei …” aber auch “Arbeits- und Hoffnungslosigkeit, … Armut, größer werdender Abstand zwischen arm und reich.”

Viel spannender ist aber seine Frage (und die Antwort), warum es nicht zu politischen Forderungen kommt: “Politik kommt bei diesen Menschen nicht mehr vor. Sie ist Eigentum der anderen: Inszenierung ihres Zusammengehörigkeitsgefühls, Seifenoper ihrer Eitelkeiten, Gelegenheit zur persönlichen Bereicherung. Daß Politik etwas mit ihrer Lebenssituation zu tun haben könnte … kommt der Unterschicht von heute … nicht in den Sinn. Die heutige Politik hat den Kontakt zu den neuen Unterschichten verloren” Abnehmende Wahlbeteiligung seit den 90er Jahren.

Zu ergänzen wäre noch, daß eine absolute Verblödung Einzug gehalten hat. Durch Medien, die genau diese “Unterschichten” mit Frauentausch, Bauer sucht Frau, DSDS, Big Brother als Zielgruppe haben. Und wenn dann mal ein “Unterschichtler” denkt, jetzt schaue ich mal was Seriöses und will was lernen, dann sieht er in Talkshows a la Illner, Plasberg, Will usw. die immer gleichen Politikernasen, die sich immer gegenseitig einzuseifen versuchen mit Zahlen und Aussagen, die sowieso niemand überprüfen kann, mit lächerlichem Geplänkel (Vorwürfe gegen Gegenvorwürfe gegen …), die immer gerade irgendwo im Wahlkampf sind. Alternativ auch schon mal Wirtschafts”wissenschaftler”, die uns erklären, warum wir noch mehr sparen müssen, warum Lohnzurückhaltung gut ist, warum es keine Alternative zur Flexibilisierung des Arbeitsmarktes gibt usw. Welcher Partei sie nahestehen und von welchen Lobbys sie bezahlt werden, sagen sie natürlich nicht. Und die Moderatorennasen fragen auch lieber nicht zu dolle nach …

Was fehlt? Charaktere, die sich trauen. Für die “TINA” ein Unwort ist. Die über den Tellerrand schauen. Die Visionen entwickeln und für diese kämpfen, auch wenn der nächste Posten dann nicht gesichert ist. Die Rückgrat haben und sich nicht in Parteigeklüngel einbinden lassen. Die “Gesetzmäßigkeiten” nicht als gegeben und unveränderbar hinnehmen.

Die Politikverdossenheit und Wahlenthaltung ist nicht nur in der Unterschicht hoch. Welche Bundes- oder Landesregierung hat denn noch eine Mehrheit? Nämlich eine Mehrheit aller Wahlberechtigten und nicht eine Mehrheit bei den - immer weniger werdenden - Wählern? Die Mehrheit fühlt sich doch seit Jahren nicht mehr vertreten! Und auch die “Mittelschicht” beginnt zu bemerken, daß das Geld am Monatsende weniger wird und die Perspektiven nicht rosig sind.

Der Frust sitzt tief. Er kann sich nur im Moment noch nicht organisieren, weil der Gegner nicht klar zu benennen ist. Sind’s die Banker, die Politiker, die Sozialschmarotzer, die Ausländer, die Unternehmer oder bequemerweise vielleicht doch die Griechen oder die Beamten?  Und weil alle abgelenkt werden von o. g. Mediengesäusel und vom Run auf den nächsten Flachbildfernseher (wofür eigentlich, s. o.?).

Aber aufgepaßt, wenn die mal wach werden! Oder wenn der falsche Prediger kommt! Gilt dann auch “there is no alternative” zu Wasserwerfern und Bundeswehr im Inneren? Oder gibt’s gleich den Schießbefehl? Das Mäntelchen des demokratischen Rechtsstaates ist nicht so dick, wie einige zu glauben scheinen …

Bildquelle: merkur-online.de

Soziale Netzwerke - eine andere Sichtweise

Soziale Netzwerke - eine andere Sichtweise

Quelle: creativehangover

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Es ist ein sehr kurzes Werk. Es reißt Themen nur an, erklärt meist nicht die Hintergründe, ergeht sich teilweise in etwas selbstverliebt wirkendem Geschwafel - und ist doch wichtig! 

Zum Beispiel für die von mir hier Genannten. Und weil es so schön kurz ist, kann es jeder leicht zum Frühstück lesen.

Auszüge:

” … ein Ruhestand, der den Arbeitnehmern ein Alter in Würde gestattet. Die Energieversorgung, Strom und Gas, der Kohlebergbau, die Großbanken sollten verstaatlicht werden.” [Forderungen der Résistance 1945!]

“Man wagt uns zu sagen, der Staat könne die Kosten dieser sozialen Errungenschaften nicht mehr tragen. Aber wie kann heute das Geld dafür fehlen, da doch der Wohlstand so viel größer ist als zur Zeit der Befreiung, als Europa in Trümmern lag? Doch nur deshalb, weil die Macht des Geldes - die so sehr von der Résistance bekämpft wurde - niemals so groß, so anmaßend, so egoistisch war wie heute, mit Lobbyisten bis in die höchsten Ränge des Staates. In vielen Schaltstellen der wieder privatisierten Geldinstitute sitzen Bonibanker und Gewinnmaximierer, die sich keinen Deut ums Gemeinwohl scheren. Noch nie war der Abstand zwischen den Ärmsten und den Reichsten so groß. Noch nie war der Tanz um das goldene Kalb - Geld, Konkurrenz - so entfesselt.”

“Mischt euch ein, empört euch! Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, die Intellektuellen, die ganze Gesellschaft dürfen sich nicht kleinkriegen lassen von der internationalen Diktatur der Finanzmärkte, die es so weit gebracht hat, Frieden und Demokratie zu gefährden.”

“Die Gründe, sich zu empören, sind heutzutage oft nicht so klar auszumachen - die Welt ist zu komplex geworden. […] Ich sage den Jungen: Wenn ihr sucht, werdet ihr finden. “Ohne mich” ist das Schlimmste, was man sich und der Welt antun kann. Den “Ohne mich”-Typen ist eines der absolut konstitutiven Merkmale des Menschen abhanden gekommen: die Fähigkeit zur Empörung und damit zum Engagement.”

“Es ist höchste Zeit, dass der Sorge um Ethik, Gerechtigkeit und einem anhaltenden Gleichgewicht, die höchste Priorität zugewiesen wird. Es ist höchste Zeit, denn die größten Risiken bedrohen uns und die nachfolgenden Generationen. Sie könnten das Ende des menschlichen Abenteuers, auf einem für Menschen nicht mehr bewohnbaren Planeten bedeuten.”

(aus “Empört Euch!” von Stéphane Hessel, Ullstein, 2011, 3,90 €)

Eine, offensichtlich leicht abweichende, Version kann man hier lesen.

Wichtig, weil es deutlich macht, in welchem beispiellosen Rollback wir uns befinden. Und das ohne Empörung und daraus resultierendem Engagement, die Menschheit bald am Ende ist.

In Frankreich schon erschienen, auf deutsch wohl noch nicht (?), ist der Nachfolger “Engagez-vous!”